
Was die SGEMKO bewegt
Nicht nur Menschenrechte selbst, sondern auch die Fragen, die ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft bestimmen, beschäftigen die SGEMKO. Hier geht es um aktuelle Entwicklungen, die Geschichte des Vereins und die Menschen, die seine Arbeit geprägt haben.
Was uns aktuell beschäftigt
Menschenrechte sind keine abstrakte Angelegenheit. Sie stehen immer im Zusammenhang mit dem, was in unserer Gesellschaft geschieht und wie politische, rechtliche und gesellschaftliche Entwicklungen unsere Freiheiten beeinflussen.
Die SGEMKO beobachtet aktuelle Entwicklungen, mischt sich ein und setzt sich mit Fragen auseinander, die für die Menschenrechte heute und in Zukunft relevant sind.
Wofür die SGEMKO steht
Die SGEMKO setzt sich seit ihrer Gründung dafür ein, dass die Europäische Menschenrechtskonvention in der Schweiz wirksam ist und bleibt. Ihr Engagement reicht von der Unterstützung rechtlicher Verfahren über Publikationen und Bildungsprojekte bis hin zu eigenen Projekten und Veranstaltungen.
Der Vereinszweck bildet die Grundlage für diese Arbeit:
Der Verein bezweckt, zur Durchsetzung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) in der Schweiz beizutragen.
Er kann auf Gesuch hin die Kosten für die Vertretung von Personen übernehmen, die sich gegen behauptete Verletzungen der EMRK zur Wehr setzen, jedoch selbst nicht in der Lage sind, die Vertretung zu finanzieren.
Er kann ausserdem Publikationen, die mit der EMRK im Zusammenhang stehen, entweder selbst herausgeben oder deren Herausgabe unterstützen.
Der Verein kann ferner Bildungs- und Informationsprojekte fördern oder durchführen, die der Vermittlung, Verbreitung oder Vertiefung der Kenntnisse über die EMRK und die Menschenrechte dienen. Er kann zu diesem Zweck Beiträge an Einzelpersonen oder Organisationen leisten, welche entsprechende Bildungsangebote entwickeln oder durchführen.
Er kann zudem eigene Projekte, Veranstaltungen, Lehrangebote oder Programme im Bildungsbereich initiieren, organisieren und finanzieren, soweit diese mit dem Vereinszweck im Zusammenhang stehen.
Er kann Stiftungen mit verwandten Zwecken errichten.
Im Übrigen wirkt er am Ausbau der Menschenrechte allgemein und der EMRK im Besonderen mit.
Der Verein verfolgt weder Erwerbs- noch Selbsthilfezwecke.


Woher wir kommen
Die Schweizerische Gesellschaft für die Europäische Menschenrechtskonvention (SGEMKO) ist am 20. Januar 1978 auf der Forch gegründet worden, Vorsitz hatte damals Ludwig A. Minelli, damals noch Journalist.
Damals lautete der Stiftungszweck noch wie folgt:
«Der Verein bezweckt, die Europäische Menschenrechtskonvention (MRK) in der Schweiz allgemein bekanntzumachen, eine zentrale Dokumentations- und Auskunftsstelle über die MRK, ihre Anwendung und Auslegung einzurichten, dem Publikum, insbesondere aber Rechtsanwälten und anderen Personen der Rechtspflege Auskünfte und Auszüge aus der Dokumentation zu geben, Einsicht in die Dokumentation zu gewähren und gutachtliche Aeusserungen zu erstatteten. Der Veren kann Publikationen, die mit der MRK im Zusammenhang stehen, herausgeben. Er wirkt im übrigen am Ausbau der Menschenrechte und der MRK mit.»
Eine Kindheit mit Menschenrechten
Michèle Minelli, die heutige Generalsekretärin, schaut zurück:
Im Januar 1978 war ich neun Jahre alt. Ich wohnte mit meiner Schwester und meiner Mutter, die geschieden war, knapp zehn Kilometer entfernt von meinem Vater, und eine meiner Erinnerungen, die sich am stärksten bei mir eingeprägt haben, ist die von ihm am Telefon. Zu jeder Tages- oder Nachtzeit beantwortete Ludwig A. Minelli geduldig Fragen zu Menschenrechten und Menschenrechtsverletzungen und stand nicht nur mit Rat, sondern auch tatkräftig bei, wenn er fühlte, dass eine Sache auch nur einen Hauch Aussicht auf Erfolg hatte.
Ein Satz, den ich von ihm immer wieder hörte, lautete:
«Wenn mich etwas stört, frage ich mich zuerst immer: Was kann man dagegen tun? Und: Kann ich es tun?»
So hat er sich über Jahrzehnte für die Durchsetzung der Menschenrechte eingesetzt, hat Menschen beigestanden und Kämpfe geführt, vor denen viele andere zurückschrecken würden.

Ein Ort für Menschenrechte
Als er sich im Mai 1981 dazu entschied, innerhalb der SGEMKO eine juristische Bibliothek anzulegen, hatte er einen weiteren Meilenstein für den Verein gelegt: Fortan gingen Menschen des Rechts und Medienmenschen in seinem Haus an der Hans Roelli Strasse 14 in Forch Scheuren, wo die SGEMKO ihren Sitz hatte, ein und aus und suchten die Bibliothek auf.
Das Bild von wildfremden Menschen, die Rat suchten und einen Platz auf dem karierten Sofa und einen frisch gebrühten Tee bekamen, ist eine weitere dieser unauslöschlichen Erinnerungen an meinen Vater als Generalsekretär der SGEMKO.
Von Generation zu Generation
Als Rechtsanwalt hat Ludwig A. Minelli wichtige Menschenrechtsprozesse geführt und damit die SGEMKO weiter geprägt.
Seit der Gründung des Vereins Dignitas - Menschenwürdig leben, menschenwürdig sterben – Ende 2019 hat sich die SGEMKO schwerpunktmässig für die Durchsetzung des «letzten Menschenrechts» eingesetzt.
In seinen Periodika Mensch + Recht hat Ludwig A. Minelli – stets angriffig, hin und wieder polemisch, aber immer engagiert - von Mai 1981 bis Mai 2024 über seine Tätigkeit und das, was ihn umtrieb, berichtet.
Im Förderbereich «Literatur» arbeite ich, Michèle Minelli, seit 2015 in der SGEMKO, zuerst im Auftrag, danach und bis heute ehrenamtlich. Ich habe das Stipendienprogramm «Literatur und Menschenrechte» in Leben gerufen und bin seit dem Tod meines Vaters auf den Posten der Generalsekretärin nachgerückt. Was die Zukunft bringt, können wir nicht wissen, aber wir können am Weg zu einer guten würdigen und lebenswerten Zukunft mitarbeiten.
Manchmal braucht es dazu den Blick in die Vergangenheit: Für einen Besuch auf den ehemaligen Webseiten und um mehr über die Historie der SGMEKO zu erfahren, empfehlen wir gern die Waybackmachine.
Menschen hinter der SGEMKO
Hinter der Arbeit der SGEMKO stehen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Erfahrungen und Perspektiven. Sie engagieren sich für die Menschenrechte, entwickeln Projekte und begleiten die Arbeit des Vereins.

Michèle Minelli
Generalsekretärin
Michèle Minelli engagiert sich seit 2015 für die SGEMKO. Im Förderbereich Literatur hat sie das Stipendienprogramm «Literatur und Menschenrechte» ins Leben gerufen und weiterentwickelt. Seit dem Tod ihres Vaters Ludwig A. Minelli führt sie die Arbeit als Generalsekretärin des Vereins weiter.
Sie denkt den Verein in die Zukunft, eröffnet neue Wirkungsräume und setzt kreative Ideen in konkrete Projekte und Entwicklungen um.

Peter Höner
Vize-Generalsekretär
Peter Höner unterstützt als Vize-Generalsekretär die Generalsekretärin bei der Führung der laufenden Vereinsgeschäfte und vertritt sie bei Abwesenheit oder Verhinderung. Er begleitet die Planung und Umsetzung von Projekten und Aktivitäten des Vereins, wirkt bei der Vorbereitung von Vorstandsgeschäften und Generalversammlungen mit und entwickelt neue Formate der Vermittlung und des Dialogs.

Claudia Maier
Projektmitarbeiterin
Claudia Maier ist als externe Projektmitarbeiterin unverzichtbar. Bei ihr führen die Fäden im Back Office zusammen, sie begleitet unsere Projekte administrativ und setzt sich mit Herzblut fürs Crown Funding ein.

Sarah Ferrarese
Projektmitarbeiterin
Sarah Ferrarese ist unsere Projektmitarbeiterin in Meran. Sie betreut die Stipendiat:innen des Förderprogramms Literatur und Menschenrechte vor Ort und ist ein Multiorganisationstalent der Sonderklasse.

NN
Projektmitarbeiterin
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NN
Projektmitarbeiterin
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Einblicke in den Verein
Wie sich die Arbeit der SGEMKO entwickelt und welche Themen, Projekte und Aktivitäten den Verein beschäftigen, zeigen die Jahresberichte. Auch die Statuten geben Einblick in die Grundlage und Organisation des Vereins.


